Tour Barock... entdecken Sie die Stationen der BarockStraße.
Ottweiler

Von Hofhaltung, einer Gänsegretel und dem Witwenpalais

Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken war ein großer Förderer von Baukunst und Wirtschaft. In Ottweiler ließ er für seine Frau Sophie Erdmuthe ein Stadtpalais errichten, ihr späteres Witwenpalais. Auf fürstliche Initiative entstand eine Porzellanmanufaktur, deren Öfen erstmals mit Steinkohle befeuert wurden.

Große Bauleidenschaft und pompöse Hofhaltung aber hinterließen dem Sohn, Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken, einen riesigen Schuldenberg. Dessen zweite Heirat wäre heute eine wunderbare Geschichte für die Klatschpresse: der Aufstieg eines Bauernmädchens, im Volksmund Gänsegretel von Fechingen genannt,  zur Reichsgräfin von Ottweiler.

Auf Wunsch schlüpft die Reichsgräfin in die neuzeitliche Rolle der Stadtführerin oder sie lädt ein zur Audienz ins Witwenpalais, um das seltene Ottweiler Porzellan zu zeigen. Auf einer Altstadttour gibt es an allen Ecken und Flecken Historisches zu entdecken. Schön am Ufer der Blies: der Pavillon mit barockem Rosengarten.

Witwenpalais

Witwenpalais
Am Ende der ehemaligen „Neumünster Vorstadt“, der heutigen Wilhelm-Heinrich-Straße 36, steht das sogenannte „Witwenpalais“. Das Haus ist eines der drei Gebäude, die heute noch in Ottweiler erhalten sind, die die Handschrift des fürstlich-nassau-saarbrückischen Generalbaudirektors Friedrich Joachim Stengel (1694 – 1787) tragen.

Pavillon mit Barock-Rosengarten

Pavillon mit Barock-Rosengarten
Das in Ottweiler als Pavillon bekannte barocke Kleinod an der heutigen Bundesstraße 41 wurde auf Befehl des Fürsten Wilhelm-Heinrich von Nassau-Saarbrücken (1741 – 1768) nach Plänen des Generalbaudirektors Friedrich Joachim Stengel (1694 – 1787) vermutlich in den Jahren 1758/59 errichtet. Die Dachkonstruktion baute der Zimmermann Johann Balthasar Bunzel.

Evangelische Kirche

Evangelische Kirche
Die heutige evangelische Pfarrkirche in Ottweiler war ursprünglich eine Kapelle, die vom Kloster Neumünster aus betreut wurde. Die ältesten Bauteile stammen aus dem Jahre 1477.

Stengelkirche in Wellesweiler

Stengelkirche in Wellesweiler
1724 war die aus dem 15. Jahrhundert stammende Chorturmkirche soweit verfallen, dass kein Gottesdienst mehr abgehalten werden konnte. In den Jahren 1756/57 entstanden die Pläne zu der heutigen Kirche. Da nach der Kirchenordnung für das Genehmigungsverfahren die landesherrliche Verwaltung zuständig war, sind die Pläne wohl in dem für die Bauverwaltung zuständigen Büro des fürstlich-nassau-saarbrück´schen Generalbaudirektors Stengel entstanden.

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