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Blieskastel

Schloßkirche Blieskastel

Der Reichsgraf Franz Karl von der Leyen hatte 1773 seine Residenz von Koblenz nach Blieskastel verlegt. Nun begann in der Grafschaft eine lebhafte Bautätigkeit, die nach dem frühen Tod des Grafen von seiner Witwe Marianne von der Leyen fortgeführt wurde.

Die von der Leyen hatten ihren Architekten: Peter Reheis. Er hatte bei Friedrich Joachim Stengel in Saarbrücken gelernt und unter diesem gearbeitet. Er war ein tüchtiger und manchmal eigenwilliger Architekt mit eigener Handschrift. Das gilt vor allem für seine wichtigste Schöpfung, die Schlosskirche in Blieskastel. Diese entstand  von 1776 bis 1781 und war zunächst als Kirche für das auf dem Berg errichtete Franziskanerkloster gedacht.

Sie ist eine Saalkirche mit eingezogenem Chor, aussen mit Pilastern gegliedert. Völlig überraschend ist die Fassade. Reheis hat das Vorbild hierfür wohl im italienischen Hochbarock gesucht. Das Innere ist ebenfalls reich ausgestaltet. Die Wände sind mit Doppelpilastern geggliedert und stukkiert. Der Hochaltar ist völlig vergoldet.

Unter der Kirche befindet sich eine Gruft, die die Gebeine des Grafen Franz Karl und der Gräfin Marianne von der Leyen bergen.

Adresse:
Am Schlossberg

Innenansicht der Schloßkirche Blieskastel
Blick auf die Kanzel der Schloßkirche Blieskastel