Tour Barock... entdecken Sie die Stationen der BarockStraße.

Das Projekt ''BarockStraße SaarPfalz''

Mit der „BarockStraße SaarPfalz“ können der Landkreis Neunkirch, der Stadtverband Saarbrücken, die Stadt Zweibrücken und der Saarpfalz-Kreis auf ein Projekt verweisen, das die gesamte Region kulturell wie touristisch beleben wird.

„Mit einer eigens konzipierten Erlebnisroute wollen der Landkreis Neunkirchen, der Stadtverband Saarbrücken, die Stadt Zweibrücken und der Saarpfalz-Kreis das reiche barocke Erbe der Region im wahrsten Sinne erfahrbar machen.“ Mit diesen Worten umreißt Landrat Clemens Lindemann die BarockStraße. Die länderübergreifende Themenroute verläuft auf ausgewählten Strecken durch Dörfer, Städte und Landschaften des heutigen Saarlandes und der Westpfalz. Sie verbindet damit über heutige Grenzen hinweg eine uralte, historisch gewachsene Kulturlandschaft. Eingebettet in ein attraktives Umfeld lassen sich hier barocke Lebenswelten in ihrer ganzen Vielfalt erfahren. Clemens Lindemann: „Die Streckenplanung will als „Route der Phantasie“ einen Blick für verborgene Schätze schärfen und die Sinne öffnen für Geschichten und Ideen hinter dem Sichtbaren. Sie führt sie aber auch in die Gegenwart. Wie in nur wenigen Regionen Europas verdichten sich die drei Wurzeln der modernen Welt hier auf kleinstem Raum: die Aufklärung, die französische und die industrielle Revolution.“ Getragen wird die Straße von den beiden Landkreisen, dem Stadtverband und der Stadt Zweibrücken. Die grundlegende Idee für dieses Projekt hatte Klaus Friedrich, dem Landrat Lindemann für die Initialzündung und engagierte Mitarbeit herzlich dankte.

Der historische Hintergrund der Strecke: Nach einem Jahrhundert des Krieges, das unendliches Leid und Zerstörung mit sich brachte, erlebte Europa eine nie gekannte Blütezeit, die als „Barock“ in die Geschichte einging und deren Ideen und Impulse bis in unsere Zeit fortwirken. Das 18. Jahrhundert entwickelte sich zum Zeitalter der großen Entdeckungen, der Aufklärung und des Aufbruchs in die Moderne. Wie in ganz Deutschland blühen auch zwischen Rhein, Mosel und Saar fürstliche Prachtentfaltung und aufstrebendes Bürgertum, schaffen geniale Baumeister, Landschaftsarchitekten, Künstler und Handwerker vollendete Meisterwerke von zeitloser Schönheit.“ In ihren weiteren Ausführungen ging die Historikerin darauf ein, dass in diesem fruchtbaren Spannungsfeld zwischen Frankreich und Deutschland sich ein kosmopolitischer Barock von europäischem Rang entwickelte. Kreative Menschen aus dem ganzen Reich, aus Italien, Frankreich und Schweden hinterlassen hier ihre Spuren und schaffen glanzvolle Höhepunkte des Rheinisch-Fränkischen Barocks. Schon der Freiherr von Knigge und der junge Goethe waren begeistert von der heiteren Barocklandschaft zwischen Blies und Saar, die es heute wieder zu entdecken gilt. Wenn auch viele Klöster und Schlösser, wie der einstmals so prunkvolle Karlsberg, durch den Kirchen- und Fürstenhass der Französischen Revolution hinweggefegt und zahlreiche Kunstschätze in alle Winde zerstreut wurden, vermitteln die erhaltenen Bauten und Kunstwerke in ihrer Dichte noch immer einen lebendigen Eindruck der barocken Blütezeit in unserer Region, die damals wie heute europäische Geschichte atmet.

Die Vorstellung des Streckenverlaufs: Die Straße verbindet viele barocke Schätze unserer Region. Als Ankerpunkte sind die vier ehemaligen Residenzstädte Ottweiler, Zweibrücken, Blieskastel und Saarbrücken gewählt. Zwischen diesen vier Fixpunkten reihen sich sehr viele Stätten, die in der Barockzeit entstanden sind. Als Beispiele seien unter anderem die historische Altstadt von Ottweiler mit ihren barocken Elementen, die Gustavsburg in Jägersburg, die Überreste von Schloss Karlsberg, das Edelhaus in Schwarzenacker, die Herzogsvorstadt von Zweibrücken, die Fasanerie, das „rote Haus“ in Niederwürzbach oder die „Möllerhalle“ in der Alten Schmelz von St. Ingbert genannt.  Saarbrücken wird in der Reihe der Stationen als Residenz der Fürsten von Nassau-Saarbrücken ein weiterer Höhepunkt der Route sein. Die zu Ehren des berühmten Baumeisters Friedrich Joachim Stengel schon vor Jahren entwickelte "Stengelpromenade" führt zu den drei großen Platzanlagen Saarbrückens aus der Barockzeit: Schloßplatz, Ludwigsplatz und St. Johanner Markt mit ihren markanten Bauwerken, ihrer Gastronomie und ihrer Lebendigkeit. Das grüne Umland Saarbrückens mit seinen weiten Wäldern steht für die Themen Jagd und Forst sowie Handwerk und frühe Industrien. Die ehemaligen Jagdschlösser Karlsbrunn und Phillippsborn, aber auch das Schlösschen in Püttlingen und die Ölmühle Berschweiler oder das Salzherrenhaus in Sulzbach mit dem schon von Goethe besuchten Brennenden Berg sind Beispiele für Stationen an der Strecke.

Die Präsentation der Strecke basiert unter anderem auf einem eingängigen Logo, über das die BarockStraße SaarPfalz kommuniziert werden soll. Die in Mörsbach ansässige Werbeagentur FormArt hat ein Logo entwickelt.

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Vorstellung des Logos der Barockstraße
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