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Ottweiler

Pavillon mit Barock-Rosengarten

Das in Ottweiler als Pavillon bekannte barocke Kleinod an der heutigen Bundesstraße 41 wurde auf Befehl des Fürsten Wilhelm-Heinrich von Nassau-Saarbrücken (1741 – 1768) nach Plänen des Generalbaudirektors Friedrich Joachim Stengel (1694 – 1787) vermutlich in den Jahren 1758/59 errichtet. Die Dachkonstruktion baute der Zimmermann Johann Balthasar Bunzel. An der Stelle des barocken Gartenschlösschens stand ursprünglich ein anderes, kleines Gebäude. Nach dem Abbruch des Schlosses im Jahre 1753 benutzte Fürst Wilhelm Heinrich das barocke Schlösschen während seiner Aufenthalte in Ottweiler, vor allem zur Jagdzeit.

Das Gebäude war von einem Wassergraben umgeben. Die so entstandene Insel konnte über eine Brücke in Verlängerung der heutigen „Herrengartenstraße“ betreten werden. Zwei Statuen, Türken mit gezogenen Säbeln, waren hier „als Wache“ aufgestellt worden. Nach häufigem Besitzwechsel fand das Gebäude 1987 Verwendung als Verwaltungssitz des evangelischen Kirchenkreises Ottweiler. Nachdem zuvor das Gebäude gründlich renoviert worden war.

So präsentiert sich das historische Palais heute wieder in sehr ansprechender Form und erinnert mit seinen Resten der Lambris, Türen und Türverkleidungen aus der Zeit seiner Erbauung, einem Marmorkamin und einer renovierten Treppe an längst vergangene Zeiten. Auf der ehemaligen Insel befindet sich vor dem Pavillon der Barock-Rosengarten, ein Geschenk des Landkreises Neunkirchen an die Stadt Ottweiler, anlässlich der 450-Jahrfeier im Jahre 2000.

Info: Evang. Kirchenkreis, Tel. 0 68 24 / 9 18 03

Bildbeschreibung