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Stengelpromenade

Die bekanntesten Barockbauten der Stadt Saarbrücken stammen aus den Jahrzehnten, in denen Baumeister Friedrich Joachim Stengel (1694 bis 1787) unter Fürst Wilhelm Heinrich und später Fürst Ludwig in Saarbrücken lebte und arbeitete. Stengel sorgte mit seiner Architektur für eine städtebaulich ordnende Verbindung der benachbarten und bis Anfang des 20. Jh. selbständigen Städte St. Johann und (Alt)Saarbrücken: die Sichtachsen zwischen den bedeutendsten Bauwerken Schloss, Ludwigskirche und Stengelbrunnen am St. Johanner Markt bilden das sog. Stengelsche Dreieck.

Ausgangspunkt der Stengelpromenade ist das Saarbrücker Schloss. Es erinnert in vielem an das frühere, imposante und in seinen Proportionen gegenüber heute deutlich größere Barockschloss (erbaut 1738 – 48). Das heutige Saarbrücker Schloss vereinigt mehrere Baustile, u.a. Barock, Klassizismus, französische Renaissance und Moderne, zu einem harmonischen Gesamtbild.

Die Ludwigkirche wurde von Stengel 1762 – 75 als Hauptelement einer „Place Royale“ – Architektur errichtet. Die protestantische Kirche und sie umgebenden Palais (für damalige Hofbeamte) bilden einen der schönsten Plätze Südwestdeutschlands.

Dritter Eckpunkt des „Stengelschen Dreiecks“ ist der St. Johanner Markt mit dem barocken Stengelbrunnen auf der gegenüberliegenden Saarseite, den Stengel 1759 – 60 schuf. Entlang der beschriebenen Sichtachsen sorgte der Baumeister für (höchstens zweigeschossige) Wohn- und Gewerbebebauung; früher natürlich auch im barocken Stil, heute jedoch als solche eher selten erkennbar.

Die „Stengel-Promenade“ führt auf einen zweistündigen Rundweg zu etwa 20 Zeugnissen Stengelscher Arbeit. Zu Prachtbauwerken wie zu architektonischen Kleinoden, die jedes für sich Geschichten von einer Blütezeit Saarbrückens erzählen.

Bildbeschreibung
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