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Ölmühle Berschweiler

Die Ölmühle in Berschweiler, zwischen 1767 und 1797 errichtet, gilt als ein bedeutendes vorindustrielles technisches Kulturdenkmal. Ein Vorgängerbau ist bereits 1472 urkundlich erwähnt. In der Mühle wurde bis 1939 aus Raps, Mohn, Nüssen und Bucheckern Öl gewonnen.

Vor Ort beeindruckt vor allem die nahezu vollständig erhaltene hölzerne Mühlentechnik in dem an das frühere Wohnhaus des Müllers angebauten Mühlengebäude. Zunächst wurden die ölhaltigen Früchte in der Walzenmühle geschrotet bzw. gequetscht. Nach Erhitzung der geschroteten bzw. gequetschten Früchte im Saatvorwärmer erfolgte die erste Pressung. Der entstandene Ölkuchen wurde anschießend im sog. Kollergang zerkleinert. Nach erneuter Erwärmung der Fruchtrückstände im Saatvorwärmer kam es zur zweiten Pressung. Das frische Öl wurde zum Absetzen noch enthaltener Früchteteilchen in große Behälter abgefüllt und einige Tage stehen gelassen. Die Mühlentechnik wurde von einem – nicht mehr erhaltenen – oberschlächtigen Mühlrad angetrieben.

Die Mühle gibt einen Einblick in den Beruf des Müllers und das ländliche Leben im Köllertal ausgangs der Barockzeit.

Besichtigung des Mühlengebäudes und der hölzernen Mühlentechnik:

Bildbeschreibung