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Saarbrücken

Das Forsthaus Pfaffenkopf

Die Jagd war Jahrhunderte lang Vorrecht der Herrscherhäuser. Schon im Mittelalter waren riesige Waldflächen dem Zugriff der Bevölkerung entzogen und zu Bann- und Herrenwäldern erklärt. Auch im Köllertaler Wald war den Untertanen ein Aufenthalt bei schwerer Strafe untersagt. Im 18. Jahrhundert wurde der Kernbereich des Waldes – auch um Holzfrevel vorzubeugen – sogar mit einem Gatter umgeben. An den Eingängen entstanden „Thorhäuser“ – so auch am Pfaffenkopf.

Das Torhaus am Pfaffenkopf wurde 1727 erbaut und später vermutlich von Friedrich Joachim Stengel, Baumeister von Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken, umgestaltet. Am Torhaus wurden die Jagdgesellschaften eingelassen. 1815 wurde es Forsthaus der preußischen Forstverwaltung. Bis 1972 war es Sitz der jeweiligen Revierförster. 1983 wurde das Forsthaus von Privatleuten erworben und – vom Verfall bedroht – zusammen mit dem benachbarten Holzhaus und dem am Waldrand gelegenen Waldarbeiter-Schlafhaus als Ensemble denkmalgerecht saniert.

Nur Außenbesichtigung.

Der gute Tipp:

Eine Wanderung auf dem Haldenrundweg

Das Forsthaus Pfaffenkopf liegt am Haldenrundweg, der im Rahmen des transnationalen Kooperationsprojekts „SAUL – Sustainable and Accessible Urban Landscapes“ – umgesetzt wurde. Die 48 km lange Wanderung umrundet den gesamten Saarkohlenwald und führt zu Halden, Absinkweihern sowie ehemaligen Gruben und Werkssiedlungen0 - Landmarken des industriellen Bergbaus des 19. und 20. Jahrhunderts in einer beeindruckenden Naturlandschaft. Von den teils renaturierten, teils neu gestalteten Halden bieten sich spektakuläre Aussichten auf ein riesiges Waldmeer, dem früheren Jagdrevier der Fürsten von Nassau-Saarbrücken, heute eine grüne Insel in einer dicht besiedelten Stadtlandschaft. Die Wanderung lässt sich auch in einer Reihe kleinerer Etappen aufteilen.

Die 10 km lange Wanderung von Hirschheck nach Riegelsberg z.B. verbindet so spannende Orte wie die Bergwerkssiedlung Von der Heydt, das Forsthaus Pfaffenkopf, den Absinkweiher Frommersbach, die Halde Viktoria mit ihrem Rundblick weit über das Saarland und das Quellgebiet des Burbachs. Ausgangspunkt ist die Saarbahn-Haltestelle Heinrichshaus, Endpunkt die Saarbahn-Haltestelle Riegelsberg-Süd. Weitere Informationen unter www.saarkohlenwald.de.