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Homburg - 19.02.2009

„Mit dem Nachtwächter nach Amerika“

Eine ungewöhnliche Soirée lädt am 19. Februar 2009 zu allerlei Begegnungen mit einem ebenso spannenden wie weitgehend unbekannten Kapitel der deutsch-amerikanischen (Welt-)Geschichte ein.

1784 – vor genau 225 Jahren – wurde mit der Ratifizierung des Friedens von Paris die Unabhängigkeit der USA besiegelt. Erkämpft worden war sie bereits 1781 in der Schlacht um Yorktown (Virginia) - unter anderem mit Hilfe jenes legendären „Deutschen Königlich-Französischen Infanterie Regiments von Zweybrücken oder Royal Deux-Ponts“, dessen Angehörige aus diesem Grund bis heute in den Vereinigten Staaten als die „unbesungenen Helden der Amerikanischen Revolution“ geehrt werden. Aufgestellt worden war die auf Seiten George Washingtons kämpfende Freiwilligeneinheit, die in der regionalen und deutschen Geschichte ebenso ihre Spuren hinterließ wie in den Annalen Europas und Nordamerikas, in Zweibrücken und Homburg.

Am Donnerstag, 19. Februar 2009, besteht nun in Homburg erneut die Gelegenheit, an dem Rundgang „Mit dem Nachtwächter nach Amerika“ sowie an einer ungewöhnlichen Soirée in der Stadtbücherei/Stadtcafé im Alten Rathaus teilzunehmen. So können sich die Gäste in der vormaligen Kommandantur am historischen Marktplatz um jeweils 19 Uhr zunächst auf einen szenischen Vortrag und kulinarische Kostproben aus der Zeit George Washingtons und Herzog Christians IV. freuen. Im Anschluss daran nimmt ein Veteran des Regiments „Royal Deux-Ponts“ die Teilnehmer des „Nachtwächter“-Rundgangs auf eine Zeitreise in das 18. Jahrhundert mit und erschließt ihnen neben zahlreichen, ansonsten weitgehend verborgenen Originalschauplätze eine Welt zwischen Rokoko und Revolution - verblüffende Einsichten und Ausblicke inklusive.

Zudem vermittelt diese Soirée als Rahmenveranstaltung zum „Schiller-Jahr 2009“ neue Aspekte auf Leben und Werk des „Nationaldichters der Deutschen“: Immerhin griff Friedrich Schiller (1759 – 1805) – selbst Militärarzt und Sohn eines Werbeoffiziers – in „Kabale und Liebe“ jenen „Soldatenhandel“ auf, den auch sein Landesherr Carl Eugen von Württemberg betrieb. Daneben unterhielt der Literat eine Liaison mit der Ehefrau jenes Heinrich Julius Alexander von Kalb, der als Offizier des Regiments „Royal Deux-Ponts“ am Feldzug in Amerika teilgenommen hatte und von Washington für seine Verdienste ausgezeichnet worden war.

Da die Teilnehmerzahl aus organisatorischen Gründen begrenzt und das Interesse an der Soirée erfahrungsgemäß groß ist, wird eine rechtzeitige Anmeldung dringend empfohlen! Anmeldungen nimmt unter Telefon (0 68 41) 1 01-6 81 die Stadtbücherei Homburg entgegen. Im Kostenbeitrag von 9,- Euro pro Person enthalten sind ein szenischer Vortrag, diverse kulinarische Kostproben nach überlieferten Rezepten sowie die Teilnahme an der Kostümführung durch das Homburg des 18. Jahrhunderts.

„Mit dem Nachtwächter nach Amerika“ ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadtbibliothek Homburg, des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises Saar-Pfalz und des Stadtcafés (Christliches Jugenddorf Homburg) mit freundlicher Unterstützung durch Fisch Feinkost Flatter und den Verkehrsverein Homburg.

Eine Veranstaltung im Rahmen des „Schiller-Jahres 2009“ im Saarland.

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