Siebenpfeiffer-Stiftung
Der Siebenpfeiffer-Stiftung, 1989 gegründet, gehören die Landkreise Saarpfalz-Kreis und Bad Dürkheim, die Städte Homburg, Zweibrücken und Rastatt sowie die Landesverbände des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) von Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Thüringen an.
Ziel dieser Stiftung ist die Erforschung der Zeit zwischen 1789 und 1848/49 im allgemeinen und des Wirkens von Philipp Jakob Siebenpfeiffer im besonderen. Philipp Jakob Siebenpfeiffer (1789-1845) war von 1818 bis 1830 erster Landcommissär (Landrat) des Landkreises Homburg (heute Saarpfalz-Kreis). Er war Initiator und Hauptredner des Hambacher Festes von 1832.
Die Siebenpfeiffer-Stiftung veranstaltet Kolloquien zu Persönlichkeiten, die sich besonders für die freiheitliche demokratische Bewegung in unserem Land einsetzten (Ph. J. Siebenpfeiffer, A. F. Culmann, G. Fr. Rebmann, J. Ph. Becker, A. Riem, Fr. Schüler etc.). Die Referate werden in einer eigenen "Schriftenreihe der Siebenpfeiffer-Stiftung" veröffentlicht.
Mittlerweile präsentiert die Siebenpfeiffer-Stiftung an drei Standorten Ausstellungen zum Vormärz:
- "Schau!Platz Freiheit - Demokratische Tradition im Westrich" (Multi-Media-Ausstellung) im Mannlich-Haus in Zweibrücken
- "Siebenpfeiffer und die Saarpfalz im Vormärz" im Foyer des Landratsamtes und
- seit November 2000 im Homburger Siebenpfeiffer-Haus "Siebenpfeiffer und Homburg"
Zu beiden zuletzt genannten Ausstellungen ist ein Katalog erhältlich.
Alle zwei Jahre lobt die Siebenpfeiffer-Stiftung den Siebenpfeiffer-Preis (5.000 Euro) aus. Er wird an Journalisten verliehen, "die durch Veröffentlichungen in Presse, Rundfunk und Fernsehen das demokratische Bewusstsein in unserer Zeit fördern". Damit soll journalistischem Engagement Anerkennung gezollt werden, "das keine Rücksichten auf berufliche Karrieren oder finanzielle Vorteile kennt". Bisherige Preisträger waren Franz Alt (1987), Marie-Luise Scherer (1989), Siegbert Schefke/Aram Radomski (1991), Ralph Giordano (1994), Carola Stern (1997), Heribert Prantl (1999), Jürgen Leinemann (2001) und Peter Scholl-Latour (2003).

